Maximilian Pollux lud Boxcamp-Gruppe zu „Haps“ ein

Maximilian Pollux (Bildmitte), ehemaliger Krimineller, Buchautor und aktuelle Koryphäe in Gewalt- und Drogenprävention, lud 10 Jugendliche des Boxcamp-Gallus zur Frankfurter Kinopremiere „Haps“ ein. Foto: Team Boxcamp Gallus
Frankfurt/Gallus. Maximilian Pollux ist ein in Nürnberg geborener ehemaliger krimineller Intensivtäter, der nach zweijähriger Flucht durch Europa mit 19 Jahren zu 13 Jahren Haft verurteilt wurde. Nach fast 10-jähriger Haft wurde er entlassen und veröffentlichte seither eine Reihe von Büchern zum Thema Kriminalität. Danach begann er mit der Entwicklung von Konzepten zur Gewalt- und Drogenprävention für Jugendliche und besucht seither Schulen, Kliniken und auch Jugendhäuser im gesamten Bundesgebiet. Im Rhein-Main-Gebiet übernimmt er zudem auch Einzelbetreuungen delinquenter Jugendlicher und ist als Mentor für Jugendliche tätig. Im Zuge seiner Arbeit entstand auch der Kontakt zum Boxcamp Gallus, in dem die Sportjugend Frankfurt seit zwei Jahrzehnten nicht nur Box-Training anbietet, sondern Werte, wie Disziplin, Respekt, Fairness, Toleranz, sowie Teamgeist und Hilfsbereitschaft vermittelt. Junge Menschen aus ca. 20 weltweiten Nationen sind regelmäßige Gäste dieses Sportjugendhauses.
Authentische Darstellung krimineller Abläufe
Dank des Kontaktes zu Maximilian Pollux, der dem Boxcamp Freikarten zukommen ließ, hatten zehn Jugendliche die Möglichkeit zum kostenlosen Besuch der Filmpremiere „Haps“. Das über 2 Stunden dauernde Film-Drama von Regisseur und Direktor Ekrem Engizek beschäftigt sich mit Gewaltprävention und thematisiert die Herausforderungen, denen junge Menschen in ihrem Alltag begegnen. Er lehnt sich dramaturgisch an die Erfolgsserie „4 Blocks“ an, beleuchtet eindrucksvoll die Folgen von Gewalt und zeigt, wie schnell man unüberlegt in falsche Kreise geraten kann. Besonders beeindruckend war die authentische Darstellung der Lebensrealitäten vieler junger Menschen. Für unsere Jugendlichen war die Veranstaltung eine wertvolle Erfahrung
Klares „NEIN“ zu Gewalt
Spannend war nach Filmende die von Maximilian Pollux durchgeführte Befragung der Zuschauer, ob sie den im Film gezeigten Weg einschlagen würden. Die Antwort war ein klares NEIN! Der Film hat den jungen Besuchern offensichtlich deutlich vor Augen geführt, wohin unüberlegtes Handeln und falsches Vertrauen führt und auch die im Boxcamp vorgelebten Werte in ihrer Wichtigkeit bestärkt.
Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei Maximilian Pollux, der uns diese keineswegs selbstverständliche Möglichkeit zu den kostenlosen Kinobesuchen ermöglicht hat. Der Film hat nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern auch gezeigt, wie wichtig Präventionsarbeit ist – ein Thema, das im Leben von Maximilian Pollux aber auch im Boxcamp eine herausragende Rolle spielt. Chris Celetaria/Jochen Golle