„Dafür kann ich mich nicht genug bedanken!“

15. Ehrenamtsauszeichnung der Sportjugend Frankfurt im Kaisersaal

Brillierte wieder einmal mit einer großartigen Laudation auf das aus seiner Sicht so wichtige ehrenamtliche Engagement. Foto: Jochen Golle

Frankfurt (15.09.2026). Bereits zum 15. Mal fand am 15.September im wieder voll besetzten Frankfurter Kaisersaal (zahlreiche Vereinsvertretende und politische Mandatstragende) die seit 1995 von der Sportjugend Frankfurt (SJF) durchgeführte Auszeichnung für ehrenamtlich tätige Vereinsfunktionäre und deren „besonderes Engagement“ im Jugendbereich des Sportkreises Frankfurt am Main e.V. statt.

Erstmals eine „Fairness-Preis-Verleihung“

Aus einer laut SJF-Vorsitzenden Petra Preßler „noch nie so hohen Zahl von Bewerbenden“ erhielten sechs Einzelpersonen (je 250 EUR), drei Vereinsgruppen (je 500 EUR), drei Personen für langjähriges ehrenamtliches Engagement (je 250 EUR) ihre Gutscheine und Ehrenurkunden. Erstmals wurde zudem ein von der „Ammerschläger-Stiftung“ ins Leben gerufener „Fairnesspreis“ in Höhe von jeweils 1.000 EUR an drei Frankfurter Vereine vergeben. Dieser Preis wird ab sofort – unter Federführung der Sparda Bank Hessen eG.– alle zwei Jahre regelmäßig vergeben.

Unterstützt durch ihre neue Stellvertreterin Folasade Seibold (re.), verlas SJF-Vorsitzende Petra Preßler die Laudationen der zu ehrenden Preisträgerinnen und Preisträger und machte dem Publikum deren Verdienste transparent. Foto: Jochen Golle

Der Wind hart sich leider nicht gedreht

  

Bevor diese Veranstaltung formell begann und im Zuge eines professionell organisierten Programms viele glückliche Gesichter „produzierte“, mahnte SJF-Geschäftsführer Peter Benesch mit dem Abspielen eines 1988 von der Sängerin Milva vorgetragenen Protestliedes „Wenn der Wind sich dreht“ (Komponisten: Tony Carey und Burhard Brozat) alle Anwesenden zu mehr Sensibilität im gesellschaftlichen Miteinander. Leider – so Benesch – habe sich der Wind diesbezüglich fast 40 Jahre später immer noch nicht gedreht.

 

„Vereine sind Orte des Zusammenhalts“

In seiner Eröffnungsrede nahm Oberbürgermeister und Sportdezernent Mike Josef diesen Punkt auf und dankte den Ausgezeichneten für ihren Einsatz: „Unsere Stadt lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich einbringen und füreinander da sind. Gerade im Sport wird sichtbar, was ehrenamtliches Engagement bewirken kann“, konstatierte der an diesem Abend einmal mehr vorbildlich volksnah und wortgewandt auftretende Frankfurter OB. Die mehr als 400 Sportvereine in Frankfurt seien weit mehr als Orte für Bewegung, sondern auch Treffpunkte, Gemeinschaften und wichtige Orte des Zusammenhalts, insbesondere für Kinder und Jugendliche.

Ehrenamt bedeutet Verantwortung

Aus Sicht von Mike Josef bedeutet Ehrenamt deshalb eben nicht nur 90 Minuten Training. Ehrenamt bedeute manchmal auch speziell Verantwortung für einen jungen Menschen zu übernehmen, der gerade jemanden braucht, der zuhört. „Für dieses Engagement kann ich gar nicht genug danken.“

Rentenzuschlag für das Ehrenamt?

Die auch im Zusammenhang als Interessenvertretende von Jugendsport-Vereinen immer wieder an die politischen Entscheidenden für mehr Unterstützung appellierende SJF-Vorsitzende Petra Preßler, dankte zusammen mit ihrer erstmals öffentlich auftretenden jungen Stellvertreterin Folasade Seibold, allen Geehrten einzeln und persönlich für deren ehrenamtlichen Einsatz. An die zahlreich im Saal sitzenden Politikerinnen und Politiker richtete sie den Appell, neue Ideen zu entwickeln, um das Ehrenamt noch besser zu unterstützen. Es gäbe z.B. die Möglichkeit jungen Menschen für ihr ehrenamtliches Engagement einen Zuschuss zur späteren Rente zu bezahlen.

 

Die Einzelpreise gingen an:

V.L: Folasade Seibold, stellvertretende SJF-Vorsitzende), Emily Wiegand (Wassersportverein Westend,) Paul Schröder (TSV Bonames), Rebecca Greis (TuS Schwanheim), David Bondarevsky (TuS Makkabi), Janika Heidecke (TuS Nieder-Eschbach 1894), Jürgen Holzapfel (SG Bornheim Grün Weiß), Oberbürgermeister Mike Josef und Petra Preßler (Vorsitzende der Sportjugend Frankfurt). Foto: Jochen Golle

Die Gruppenpreise gingen an:

Die Preisträgerinnen und Preisträger in der Kategorie „besonderes ehrenamtliches Engagement im Team (im Vordergrund v.l.): Folasade Seibold (stellvertretende SJF-Vorsitzende, Oliver Stern, Emily Siebertz (FC Juz Fechenheim), Leana Anusic, Sara Rahpayma (Jahnvolk Eckenheim), Oberbürgermeister Mike Josef, Petra Preßler (SJF-Vorsitzende) sowie (v.l. hinten stehend) Robert Kahlbau, Mirko Vukovic, Simeon Thomm (Schiedsrichtervereinigung Frankfurt), Noam Strempel (Jahnvolk Eckenheim). Foto: Stadt Frankfurt/Michael Braunschädel

Fairnesspreis nach „Evaluierung“

Nach einer vom Nachsport-Team der Sportjugend Frankfurt, unterstützt von der Kommune durchgeführten intensiven Evaluierung potenzieller und tatsächlich dokumentierter Gewalt im Frankfurter Jugend-Fußball, wurde in diesem Jahr erstmals ein „Fairnesspreis“ für drei durch sportliche Fairness aufgefallene Jugendfußball-Teams verliehen. In diesem Jahr spendete die „Alois-Ammerschläger-Stiftung“ dreimal 1.000 Euro pro Mannschaft.

Wurden für ihr besonders faires Verhalten im Frankfurter Jugendfußball ausgezeichnet. Die Vertreter der Mannschaften: SpVgg Kickers 16 II, FC Kalbach I und des TuS Makkabi II. Foto: Jochen Golle

Sparda Bank Hessen übernimmt Sponsoring

In Abwesenheit des erkrankten Stiftungsvorsitzenden Professor Dr. Zielinski überreichten SJF-Ehrengast Michael Weidmann (Vorstandsvorsitzender Sparda Bank Hessen eG.)  und SJF-Geschäftsführer Peter Benesch die drei Fairnesspreise und dazugehörigen Urkunden. Die Sparda Bank Hessen eG. unterstützt seit Jahren das SJF-Zentrum Lindeviertel mit Spenden und wird nun auch diesen Fairnesspreis alle zwei Jahre verleihen.

Langjähriges Engagement belohnt

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement wurden zudem Andrea Kaufmann (TSV Bonames), Klaus Henrich (Turnerschaft Jahnvolk), und die Eintracht Frankfurt–Boxtrainerlegende Azzedine EL Karoui ausgezeichnet. Für Letzteren nahm sein HABV-Vorstandskollege und SJF-Boxtrainer Gerd Bugdoll, Preis entgegen.

V.l.: Andrea Kaufmann, Klaus Henrich und Gerd Bugdoll. Foto: Jochen Golle

 

Wie ihr performter Song, waren die jungen Vertreterinnen der Showtanzgruppe „Vanity Showdancer Frankfurt e.V.“ ein echter stimmungsvoller „Thriller“. Foto: Jochen Golle

Auch die „Krav Maga-Vorführung“ des TuS Makkabi sorgte für viel Aufmerksamkeit im Römer. Foto: Jochen Golle

 

Showeinlagen und Talk am Buffet

Zwischen den offiziellen Ehrungen sorgten zwei Show-Acts der jungen Show-Tanzgruppe „The Vanity Showdancer Frankfurt e.V.“ (Mike Josef: „Ihr seid besser als Michael Jackson“) und eine Krav Maga-Darbietung des TuS Makkabi für Unterhaltung und Stimmung im Kaisersaal.

Ein kulinarisch hochwertiges Buffet und viele Gespräche im Anschluss an den offiziellen Teil rundeten dieses großartig organisierte Event im Frankfurter Römer perfekt ab.

 

Die nächste Ehrung dieser Art ist von der Sportjugend Frankfurt 2028 geplant. Jochen Golle