4:1! Starker Auftritt von Uzun & Bahoya
Frankfurt (23.08.2025). Das gegenüber dem Pokalspiel beim FV Engers nur auf zwei Positionen veränderte Team von Eintracht Frankfurt (Zetterer für Grahl im Tor/Theate für Nkounkou) hat mit dem überzeugenden 4:1-Heimsieg über Werder Bremen einen gelungenen Bundesliga-Auftakt hingelegt und spielerisch Ausrufezeichen gesetzt.

Mit seinem ersten Bundesliga-Distanztor brachte der stark aufspielende Eintracht-Spielmacher Can Uzun (Nr. 42) die Eintracht gegen Werder Bremen mit 1:0 in Führung. Foto: Moni Pfaff
Neues Offensiv-Duo verblüfft Experten
Dabei waren es nicht die neuen Star-Einkäufe Doan und Burkhardt, die auf dem Rasen die Haupt-Akzente setzten, sondern zwei junge Eintracht-Profis, die in der letzten Saison bei Trainer Dino Toppmöller um Einsatzzeiten kämpfen mussten.
Der schnellste Bundesliga-Profi
Der eine Hauptdarsteller beim Eintracht-Spektakels war Jean-Mattéo Bahoya (20 Jahre; aktueller Marktwert laut Transfermarkt.de: 17 Mio.). Der am 17.März mit 37,16 km/h gemessene schnellste Bundesligaspieler lieferte gegen Bremen sein bislang bestes Pflichtspiel für die Eintracht ab und erzielte die Tore zum 2:0 (Kopfball) und 3:0 (Flachschuss). Mit einem französisch akzentuierten „Guude“ begrüßte er Anfang Februar 2024 seine Fans. Jetzt scheint er auch leistungsmäßig angekommen zu sein. Sein Vertrag in Frankfurt läuft noch bis zum 30. Juni 2029.

Nach feiner Vorlage von Can Uzun schlenzte der spielerisch starke Jean-Mattéo Bahoya (Bildmitte) den Ball zur 3:0-Führiung ins Netz. Foto: Moni Pfaff
Das „gereifte“ Spielmacher-Talent
Auch der erst 19 Jahre alte Can Yilmaz Uzun (Marktwert laut Transfertmarkt.de: 18 Mio.) hatte es nach seinem Wechsel vom Zweitligisten 1.FC Nürnberg nicht leicht und musste sich auf seiner Lieblingsposition im offensiven Mittelfeld lange Zeit hinter Weltmeister Mario Götze einreihen. Zudem wurde er vom türkischen Nationaltrainer Vincenzo Montella eine Stunde vor Ablauf der UEFA-Anmeldefrist aus dem EM-Kader gestrichen. Doch die Frustphase scheint beim Edeltechniker nun endlich vorbei. Bereits auf der Pressekonferenz vor dem Ligaauftakt bestätigte Dino Toppmöller auf Frage des SJF-Journals, dass Uzun seine Chance als „10er“ erhalten werde, die er gegen Werder Bremen eindrucksvoll nutzte. Mit einem Traumtor zum 1:0 (seinem ersten Distanztor in der Bundesliga) sowie zwei technisch starken Assists zum 2:0 und 3:0, bewies er sein Können und ist mit diesen 3 Scorer-Punkten in einem Spiel der jüngste Eintracht-Profi, dem so etwas bislang gelungen ist. Sein Vertrag läuft – wie der von Bahoya – ebenfalls bis 30. Juni 2029.

Vertrauensbeweis genutzt: Trainer Toppmöller gratulierte Uzun bei seiner Auswechslung (Götze kam in der 74. Minute) zu seiner starken Leistung. Foto: Moni Pfaff
Torhüter-Position weiter offen
Im Eintracht-Tor lieferte Michael Zetterer (30/Marktwert 4,5 Mio.), der erst wenige Tage vor dem Match gegen seinen Ex-Klub Bremen zur Eintracht wechselte und ebenfalls einen Vertrag bis zum 30.06. 2029 unterschrieb, gegen Bremen eine solide Leistung ab. Beim 1:3-Gegentor von Justin Njinmah ihm die Sicht verdeckt. Angesprochen auf seine Zukunft bei der Eintracht, wo man offen darüber spekuliert, dass der weiterhin im Aufbautraining befindliche Kaua Santos nach 100%iger Genesung die Nummer 1 im Eintracht-Tor sein wird, antwortete er im Sky-Interview ausweichend: „Ich kann nur mit Leistungen vorangehen“. Warum der erst von wenigen Wochen beim Ex-Club zum Stammkeeper aufgestiegene Zetterer trotz akuter „Bankplatz-Gefahr“ zur Eintracht gewechselt ist, bleibt weiterhin offen.
Nächster Gegner heißt TSG Hoffenheim
Am kommenden Samstag (30. August, 15.30 Uhr) tritt die Eintracht als aktueller Tabellenzweiter bei der ebenfalls zum Bundesliga-Auftakt in Leverkusen (2:1-Auswärtssieg) erfolgreichen TSG Hoffenheim an. Die Bilanz spricht für die Eintracht, die von bislang 32 Duellen 13 gewonnen hat bei 9 Punkteteilungen und 10 Niederlagen. Das letzte Auswärtsspiel in Hoffenheim verloren die „Adler“ am 6.Mai 2023 mit 1:3. Danach folgten am 21.Oktober 2023 ein 3:1-Auswärtssieg, zwei Heimsiege und zuletzt am 20. Januar 2025 ein 2:2-Unentschieden, bei dem der Hoffenheimer Ausgleichstreffer von Adam Hlozek erst in der 5. Minute der Nachspielzeit fiel. Hlozek dürfte nach Verletzung am kommenden Samstag allerdings nicht auflaufen. jogo